23. März 2012

Verfärbungen der Nägel auf der Spur

...viel Text und ausnahmsweise keine Bilder....

Da ich in letzter Zeit immer häufiger darauf angesprochen werde, dachte ich mir, daß ich meinen Tipp zu diesem Thema nicht einfach einfach auf meiner 'Tipps rund ums Lackieren'-Seite verschwinden lasse, sondern ihn anstelle von Zoya Ivanka regulär poste.

Erstmal kurz vorab - es gibt 2 Arten von Verfärbungen:

1. die, die durch Pigmente des Lackes, meist beim Ablackieren entstehen, wobei grüne und blaue Verfärbugen meist hartnäckiger sind als Rote, die sich manchmal nach ein paarmal umlackieren von selbst verschwinden. Verfärbungen die durch Pigmente verursacht wurden, gehen häufig tiefer in die Hornschichten der Nägel - Erklärung folgt.

2. Verfärbungen die einfach 'Ermüdungserscheinungen' der Nägel sind und die durch ständiges Umlackieren bzw. Swatchen entstehen und im eigentlichen Sinne keine richtigen Verfärbungen sind. Letztere geben den Nägeln ab ca. Mitte des Nagels aufwärts einen schicken gelblichen Hauch :o). Ich habe auch solche Verfärbungen bzw. eine leichte Verdunklung der obersten Keratinschicht - da ich aber manchmal 8 - 10 Lacke am Tag swatche und zusätzlich noch fast täglich einen anderen Nagellack trage oder Nageldesings ausprobiere, meine ich, daß das meinen Nägeln streßbedingt irgendwie zusteht. Dunkler ist hier meist nur die hauchdünne oberste Schicht der Nägel.

In letzter Zeit habe ich mich viel mit Verfärbungen der Nägel auseinandergesetzt. Anlaß waren der Kommentar einer Leserin, daß ein Lack ihre Nägel verfärbt hatte, von dem ich es nie gedacht hätte, der Hinweis einer Freundin das China Glaze Blue Iguana wohl fürchterlich färben soll und ein weiterer Kommentar einer Leserin mit der Frage, ob der Lack den ich grade vorgestellt hatte, bei mir genau wie bei ihr gefärbt hätte. Gestern erst gab es eine neuerliche Nachfrage, ob ein Lack bei mir gefärbt hätte.

Interessant, denn alle drei - seit gestern vier - mutmaßlichen Bösewichte hatten bei mir weder auf Haut noch Nägeln irgendwelche Spuren hinterlassen.

Ich habe also darüber nachgedacht. Dabei ist mir eingefallen, daß ich früher des Öfteren verfärbte Nägel hatte und zwar von einem meiner damaligen Lieblingslacke, den ich daraufhin lange nicht mehr getragen habe. Ich habe ihn also aus der Ecke, in die ich in verbannt hatte, wieder herausgeholt und ihn probelackiert und auch durchtrocknen lassen. Zwei Stunden später habe ich ablackiert. Das Ergebnis scheint mir die Lösung des Problems zu sein: bei mir war genau ein einziger Nagel leicht verfärbt und zwar interessanterweise mein - aus welchen Gründen auch immer - qualitativ schlechtester Nagel - der des linken kleinen Fingers. Qualitativ schlecht, bedeutet bei Nägeln meist, daß die min. die oberste Keratinschicht geschädigt ist und somit eine gröbere Oberflächenstruktur hat, als ein gesunder Nagel, in die die Pigmente der Lacke dann eindringen können. Wie tief sie dabei eindringen hängt davon ab, wie stark die Struktur geschädigt ist.

Ich las bereits mehrfach das Verfärbungen im Zusammenhang mit dem Basecoat stehen sollen, da ich allerdings bei meinem Experiment auf allen Fingern den gleichen Basecoat aufgetragen hatte, dürfte der Basecoat keine besonders große Rolle spielen, sondern hauptsächlich die Qualität der Nägel, bzw. wie porös deren Oberfläche oder Struktur ist. Die Größe, der im Lack enthaltenen Pigmente spielt natürlich in gewisser Weise auch mit ein. Wie sonst kann es sein, daß Lack X bei Frau Y die Nägel nach dem Ablackieren in einem freundlichen Blau erstrahlen lässt und Lack X bei Frau Z überhaupt keine Auswirkungen hat und wie sonst kann es sein, daß sich bei mir ausgerechnet nur ein Nagel verfärbt hat, der zudem noch in keinem besonders guten Zustand ist? Logisch: die Struktur ist geschädigt und die Pigmente konnten deshalb in diese eindringen.

Was kann man also dagegen tun? Außer Pflege, ehrlich gesagt Nichts. Bei mir hat sich ca. 3 - 4 Monate, nachdem ich endlich, die für mich richtigen (Pflege-) Produkte gefunden hatte Nichts mehr verfärbt.

Nächste Frage: wie bekommt man Verfärbungen wieder weg?

Im Net habe ich viele verschiedene Tipps gefunden, die von vorsichtigen Abfeilen der obersten Schicht des Nagels mit einer Bufferfeile, bis zu Zitronensaft hin reichen, wobei mir Waschmittel und Zahnpasta noch am ehesten einleuchten, da Zahpasta kleine Schleifkörper und/oder Bleichmittel hat und in Waschmitteln ebenfalls Bleichmittel enthalten sind. Ehrlich gesagt habe ich von alle dem noch nichts ausprobiert, da alle genannten Mittelchen, die die Nägel wieder aufhellen könnten auch sehr stark austrocknen - die Bufferfeile die als Einziges nicht austrocknet, wird man nicht allzu häufig benutzen können; irgendwann ist der Nagel zu dünn und wird brechen.

Die einzigen Tipps, die ich hier als geben kann, ist die Nägel ausreichend mit Fett und Feuchtigkeit zu versorgen und versuchen die optimale Pflege für die eigenen Nägel zu finden. Wenn man trotz Verfärbungen einen etwas transpartenten hellen Nagellack tragen möchte, entweder einen leicht transparenten Nudelack als Unterlack nehmen oder eine Schicht mehr auftragen, so da߸ die Verfärbungen nicht mehr sichtbar sind. Ansonsten: auswachsen lassen.

Diesmal konnte ich Euch keine direkte Problemlösung liefern, aber vielleicht ist die Erklärung, warum Verfärbungen enstehen, bzw. was der Hauptgrund dafür ist, eine Hilfestellung bzw. ein Lösungsansatz für Euch.

Diesen Post könnt Ihr jederzeit auf meiner Tipps Seite nochmlas nachlesen.

Viel Spaß beim Lackieren!

Liebe Grüße,

Kommentare:

  1. hi! habe gestern noch mit meiner mutter darüber gesprochen. meine nägel waren (sind)auch etwas verfärbt, da hilft auch kein unterlack oder sonst was.
    was mir hilft, sind 1-2 tage nagellack pause, dann ist die verfäbrung meistens weniger oder sogar ganz weg.

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    1. Stimmt, da hilft nichts, außer sie unlackiert zu lassen oder im Zweifelsfalle auswachsen lassen, wenn es allzu schlimm ist.

      Liebe Grüße,
      Elena

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  2. ein super post! ist sicher was wahres dran von wegen schädigung/trockenheit der nagelstruktur u. der nagelpflege *zustimm*
    jetzt wo du das so schreibst: seit einigen wochen massiere ich nach dem ablackieren ein günstiges (p2) nagel-gel ein und seither hatte ich eigentl. keine verfärbungen mehr...sollte ich wirklich mal mit ivanka u. charla testen.

    ach ja, was bei mir bisher geholfen hat bei nagelverfärbungen durch lacke: kukident :-D (ein paar minuten die nägel reinhalten und anschliessend aber gut pflegen) und so ein handreiniger für handwerker (der entfernt allerdings nicht immer alles)

    schönes wochenende wünsch ich :-)

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    1. Danke Dir. Ich musste einfach mal loswerden, daß die (armen) Lacke in den seltensten Fällen Schuld haben.
      Das Kukident und diese Handwaschpaste gegen Verfärbungen helfen, glaub ich Dir aufs Wort - Bleichmittel und Schleifkörper.
      Aber ehrlich gesagt, da ich die Nägel sowieso immer lackiert habe, ist es mir eigentlich ziemlich egal, ob sie streßbedingt etwas gelblich sind, oder nicht. Lieber gelb und gesund.... :D.

      Liebe Grüße,
      Elena

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    2. muss noch was dazu sagen :-D
      ich nehme kukident u. co. natürlich nicht für die normalen gelblichen nagelverfärbungen, die lasse ich auch rauswachsen. aber blau/grüne schlumpfnägel (wie damals bei charla/ivanka) mag ich dann nicht so, dafür war der tip gedacht.

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  3. Interessanter Post!! Dass sich die alleroberste Nagelschicht durch häufiges Lackieren verfärbt ist mir auch schon aufgefallen, die löst sich dann auch besonders gerne ab ;-)
    Dass es die strukturell schlechtesten Nägel sind, die sich am ehesten verfärben, kann ich so nicht bestätigen, bei mir waren es sogar umgekehrt meine "stabilsten" und längsten Nägel. Naja, mittlerweile ist die Hälfte der gelb verfärbten Nägel schon wieder rausgewachsen, alles halb so wild.
    Lieben Gruß, Carmen

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    1. Danke auch Dir. Die oberste Nagelschicht löst sich in der Tat dann ganz gerne mal ab.
      Stabil und lang muß nicht unbedingt heißen, daß die Nägel nicht geschädigt sind. Hmmm...
      Sag ich mir auch immer - alles halb so wild :o).

      Liebe Grüße,
      Elena

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  4. Danke für Deinen ausführlichen Bericht. Ich nutze ständig den LUMOS Unterlack, der den Nagellack gut auf den Nägeln hält, aber gegen Verfärbungen schützt auch er nicht. Wie sonst auch kein Base Coat. Und auch bei mir löst sich die oberste Schicht gerne mal ab. Da ich aber sowieso ständig lackiert herum laufe, sind mir die Verfärbungen egal. Letzte Woche habe ich meinen Nägeln mal 3 Tage "Pause" gegönnt, einen Antisplit-NL aufgetragen und drüber einen aufhellenden NL von Manhattan. Das sah richtig gepflegt aus. Ich denke auch, dass es nicht am NL an sich liegt, sondern dass das Lackieren und Ablackieren einfach Stress ist. Und ich lackiere nur ca. alle 4 Tage um. Liebe Grüße - Anja

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    1. Gern geschehen. Irgendwie hatte es mich gewurmt, daß es immer wieder hieß, daß der Lack schuld sei. Wenn, dann müsste er ja bei Jedem färben. Rätsels Lösung gefunden.
      Lackpause, auch wenn nur 3 Tage trau ich mich nicht so wirklich, da Nagellack die Nägel gut stabilisiert. Bruch fände ich jetzt garnicht so toll, zumal grade die nächste Sommerkollektion (von Priti) im Anrollen ist.

      Liebe Grüße,
      Elena

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  5. Ich denke auch, dass die Oberflächenbeschaffenheit des Nagels eine gewisse Rolle spielt. Ich habe mir angewöhnt immer einen Basecoat zu verwenden, einfach um sicher zu gehen, aber wenn ich es mal nicht tue, dann sind die von dir beschriebenen Abstufungen im Verfärbungsgrad zu erkennen. Bei mir hat anscheinend der Daumennage die schlechteste Struktur. Ich habe derzeit durch einen blauen Lack deutlich stärker verfärbte Nägel wie das durch bloßes Ermüden sonst so passiert, hatte da aber auch prompt keinen Unterlack verwendet.
    Ich finde es schon gut die ganzen Aufhellungstipps zu kennen, sehe es aber wie du. Wenn es nicht nötig ist, wegen Jobinterview oder so, dann darf der Nagel ruhig aussehen, wie er halt aussieht, wenn man 2-3x die Woche neu lackiert ;)

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    1. Die Beschaffenheit der Oberfläche spielt mit Sicherheit eine riesengroße Rolle dabei. Ich habe auch derzeit mitten auf einem Nagel einen roten Klecks, von dem es mir völlig schleierhaft ist, wie er dahinkommt. Also Basecoat war mit Sicherheit an dieser Stelle.
      Aber wie gesagt, mir ist es auch relativ egal und bei entsprechender Belastung dürfen die Nägel so aussehen, wie sie nun mal aussehen. Im Zweifelsfalle gibt's auch noch hübsche Nudelacke ;o).

      Liebe Grüße,
      Elena

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